Pflegefachfrau/Pflegefachmann

Der Pflegeberuf wandelt sich

Die Anforderungen an den Pflegeberuf steigen. Neue medizinische Erkenntnisse und Pflegekonzepte, neue Materialien, Medikamente und Hilfsmittel sorgen für eine wachsende Dynamik in der Pflege. Und doch bleibt eine Grundkonstante – die Arbeit mit den Menschen.

 

Menschen jeden Alters brauchen top ausgebildete Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner. Dem trägt die neue Pflegeausbildung Rechnung, die Ihnen ab 2020 unter dem Stichwort „Generalistische Pflegeausbildung“ vier Lernorte anbietet: das Krankenhaus, die ambulante und stationäre Altenpflege und die Schule. Sie erwartet eine breit gefächerte Ausbildung, die Sie hervorragend auf die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Praxis vorbereitet.
 

Ganz gleich, ob Sie Ihre berufliche Zukunft vor allem im Krankenhaus sehen oder sich in ambulanten oder stationären Pflegeeinrichtungen eher um pflegebedürftige Menschen kümmern möchten, als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann stehen Ihnen alle Türen offen!

Das Berufsbild

Die Ausbildung zur Pflegefachfrau/zum Pflegefachmann vermittelt die für die selbstständige, umfassende und prozessorientierte Pflege von Menschen aller Altersstufen in

  • akuten Pflegesituationen (Krankenhaus)
  • dauerhaft stationären Pflegesituationen (Pflegeheim)
  • sowie ambulanten Pflegesituationen (Sozialstation)

erforderlichen fachlichen und personalen Kompetenzen (einschließlich der methodischen, sozialen, interkulturellen und kommunikativen Kompetenzen, Lernkompetenzen sowie der Fähigkeit zum Wissenstransfer und zur Selbstreflexion).

Die Ausbildung dauert drei Jahre (in Teilzeit bis zu fünf Jahre) und befähigt dazu, die folgenden Aufgaben selbstständig auszuführen:

  • Erhebung und Feststellung des individuellen Pflegebedarfs und Planung der Pflege,
  • Organisation,  Gestaltung  und  Steuerung  des Pflegeprozesses,
  • Durchführung der Pflege und Dokumentation der angewendeten Maßnahmen,
  • Analyse, Evaluation, Sicherung und Entwicklung der Qualität der Pflege,
  • Bedarfserhebung und Durchführung präventiver und gesundheitsfördernder Maßnahmen,
  • Beratung, Anleitung und Unterstützung von zu pflegenden Menschen bei der individuellen Auseinandersetzung mit Gesundheit und Krankheit sowie bei der Erhaltung und Stärkung der eigenständigen Lebensführung und Alltagskompetenz unter Einbeziehung ihrer sozialen Bezugspersonen,
  • Erhaltung, Wiederherstellung, Förderung, Aktivierung und Stabilisierung individueller Fähigkeiten der zu pflegenden Menschen insbesondere im Rahmen von Rehabilitationskonzepten sowie die
  • Pflege und Betreuung bei Einschränkungen der kognitiven Fähigkeiten,
  • Einleitung lebenserhaltender Sofortmaßnahmen und Durchführung von Maßnahmen in Krisen und Katastrophensituationen,
  • Anleitung, Beratung und Unterstützung von anderen Berufsgruppen und Ehrenamtlichen in den jeweiligen Pflegekontexten sowie Mitwirkung an der praktischen Ausbildung von Angehörigen von Gesundheitsberufen

sowie ärztlich  angeordnete Maßnahmen  eigenständig durchzuführen, insbesondere Maßnahmen der medizinischen Diagnostik, Therapie oder Rehabilitation und interdisziplinär mit anderen Berufsgruppen fachlich zu kommunizieren und effektiv zusammenzuarbeiten und dabei individuelle, multidisziplinäre und berufsübergreifende  Lösungen  bei Krankheitsbefunden und Pflegebedürftigkeit zu entwickeln sowie teamorientiert umzusetzen.
 

Ausbildung 2020 

Bewerbung ab 1. Oktober 2019 möglich

Ausbildungsbeginn      

1. September 2020

Ausbildungsende 

31. August 2023

Zugangsvorausetzungen

1.    Schulabschluss:

  • der mittlere Schulabschluss (bzw. ein anderer als gleichwertig anerkannter Abschluss oder der erfolgreiche Abschluss einer sonstigen zehnjährigen allgemeinen Schulbildung) oder
  • der  Hauptschulabschluss (oder ein anderer als gleichwertig anerkannter Abschluss), zusammen mit dem Nachweis
    • einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer,
    • einer erfolgreich abgeschlossenen landesrechtlich geregelten Assistenz- oder Helferausbildung in der Pflege von mindestens einjähriger Dauer,
    • einer bis zum 31. Dezember 2019 begonnenen, erfolgreich abgeschlossenen landesrechtlich geregelten Ausbildung in der Krankenpflegehilfe oder Altenpflegehilfe von mindestens einjähriger Dauer oder
    • einer auf der Grundlage des Krankenpflegegesetzes vom 4. Juni 1985 (BGBl. I S. 893) erteilten Erlaubnis als Krankenpflegehelferin oder Krankenpflegehelfer,

2.    der Nachweis, sich nicht eines Verhaltens schuldig gemacht zu haben, aus dem sich die Unzuverlässigkeit zur Ausübung des Berufs ergibt („Führungszeugnis“)

3.    der Nachweis einer Ärztin/eines Arztes, nicht in gesundheitlicher Hinsicht zur Ausübung des Berufs ungeeignet zu sein

4.    der Nachweis über die für die Ausübung des Berufs erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache zu verfügen