ICF in der Logopädie – ein wichtiger Baustein für die ganzheitliche Therapie

Die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) ist ein wichtiges Instrument in der Logopädie. Sie ermöglicht es, die Auswirkungen einer Sprach-, Sprech- oder Stimmstörung auf die gesamte Lebenswelt des Menschen zu erfassen.

Was ist die ICF?

Die ICF ist ein von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entwickeltes System zur Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit. Sie beschreibt die Auswirkungen von Erkrankungen und Gesundheitsproblemen auf die Aktivitäten und die Teilhabe des Menschen am Leben in der Gesellschaft.

Die ICF in der Logopädie:
In der Logopädie wird die ICF verwendet, um die Auswirkungen einer Sprach-, Sprech- oder Stimmstörung auf die folgenden Bereiche zu erfassen:

  • Körperfunktionen: z. B. die Funktion der Sprachorgane
  • Körperstrukturen: z. B. die Anatomie der Mundhöhle
  • Aktivitäten und Teilhabe: z. B. die Fähigkeit zu kommunizieren, sich zu ernähren oder am sozialen Leben teilzunehmen

Vorteile der ICF:
Die ICF bietet mehrere Vorteile für die logopädische Therapie:

  • Ganzheitlicher Ansatz: Die ICF ermöglicht es, den Menschen in seiner gesamten Lebenswelt zu betrachten.
  • Individuelle Therapieziele: Die Therapieziele können auf die individuellen Bedürfnisse des Menschen abgestimmt werden.
  • Verbesserte Kommunikation: Die ICF erleichtert die Kommunikation zwischen den Logopädinnen und Logopäden, den Patienten und anderen Berufsgruppen.
Logopädin übt mit einem Kind