Aktuelles

Theaterprojekt der Klasse LOGO 9/22 am bsw-Bildungszentrum

Seit vielen Jahren schon stellen die künftigen Logopäden des ersten Ausbildungsjahres ein Weihnachtsprojekt auf die Beine, um ihre Stimm- und Sprechfertigkeiten zu verfeinern …


Manja Müller, Schülerin der LOGO 22:

Dieses Schuljahr waren wir an der Reihe – die Logo 22.

Ab Ende September bereiteten wir uns darauf vor, die Mitschüler und Lehrer der anderen Berufsfachschulen unseres Bildungszentrums mit unserem festlichen Theaterstück zu begeistern. Am Anfang stand die Ideenfindung. Die Einigung zum Thema unserer Inszenierung kam überraschend schnell zustande. „Weihnachtsmann sucht Frau“ – so der Titel unseres Stückes – Parallelen zu Fernsehsendungen waren natürlich „rein zufällig“.

Die Wochen bis zu den Aufführungen vergingen rasend schnell, schneller als uns allen lieb war. Es galt ein Skript zu schreiben, Werbungen für die Umräumpausen zu kreieren, Bühnendekorationen zusammenzutragen und Tänze und Lieder einzustudieren, vom Lernen der Texte ganz zu schweigen. Wer hätte gedacht, dass gerade das Auswählen der passenden Lieder das größte Problem darstellen sollte? Aber so schien es zumindest … Es gab viele Diskussionen und manchmal auch Streit, aber genau dadurch lernten wir, mit unterschiedlichen Ansichten konstruktiv umzugehen und heikle Themen offen innerhalb der Klasse anzusprechen.

Letzten Endes meisterten wir unsere Auftritte trotz einiger Krankheitsfälle großartig. Auch wenn es – neben dem schulischen Alltag – manchmal anstrengend gewesen ist, waren wir alle mit Spaß bei der Sache und möchten diese besondere Zeit nicht missen. Das Projekt hat stark dazu beigetragen, aus dreizehn Individuen eine Klasse zu formen, die zusammenhält. Schon allein dafür hat es sich gelohnt.


Uwe Schwarz, Fachleiter Logopädie der BFS für Logopädie des bsw-Bildungszentrums Reichenbach:

Seit vielen Jahren ist das theaterpädagogische Projekt der Schüler und Schülerinnen des ersten Ausbildungsjahres der Berufsfachschule für Logopädie am bsw-Bildungszentrum Reichenbach eine feste Tradition.
Die pädagogischen Ziele dieses „anderen“ Unterrichts im Fach Sprecherziehung sind dabei vielfältig: Teambildung, Kreativität, Übernahme von Verantwortung, Förderung des körperlichen und sprachlichen Ausdrucks, Überwindungen von Hemmungen, Verbesserung der stimmlichen und artikulatorischen Fähigkeiten.

Neben fachlichem und methodischem Wissen erfordert der Beruf des Logopäden auch soziale und persönliche Kompetenzen sowie eine grundsätzlich professionelle Haltung. Therapeutisches Handeln ist stets auch geprägt von Unvorhergesehenem und der Notwendigkeit, das eigene Vorgehen zu reflektieren. Somit bietet der gesamte Projektzeitraum auch vielfältige supervidierte Übungsmöglichkeiten für späteres therapeutisches Handeln.

Die künftigen Logopäden haben auch diesmal mit einem hohen Maß an Eigenständigkeit und Kreativität „ihr Stück“ entwickelt und bis zur Aufführungsreife umgesetzt. Dabei wurde sich, mit einem kritischen Augenzwinkern, auch mit Gepflogenheiten des Privatfernsehens auseinandergesetzt. Neben Gesang und Schauspiel spielte das Medium Video eine große Rolle.

Spontan musste innerhalb der Klasse im Laufe der insgesamt fünf Aufführungen auf Krankheit einzelner Darsteller reagiert und weitgehend eigenverantwortlich Lösungen gefunden werden.

Der verdiente Applaus, jede Menge sprecherzieherische Erfahrungen und die Formierung der Klasse werden der LOGO 9/22 sicher lange in Erinnerung bleiben.

 

 

Santa castet sich eine Frau